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15.10.2013 – Main Echo

Edith Piaf - eine kleine Frau mit großer Stimme

Zum 50. Todestag von Edith Piaf fand in Sulzbach am Main eine fulminante musikalisch-literarische Hommage mit der Sängerin und Schauspielern Christa Platzer und ihrer Band statt.

Das französische Chanson ist untrennbar verbunden mit dem Namen Edith Piaf, dem "Spatz von Paris". Das Leben der zierlichen Sängerin war eine Achterbahn der Gefühle. Ihre zahlreichen Affären, ihre Alkohol- und Drogenabhängigkeit hinterließen Spuren und führten letztlich zum Tod der kleinen Sängerin mit der großen Stimme. Am 10. Oktober 1963 starb Edith Piaf. Ihr Tod wurde zunächst geheim gehalten, weshalb die Todesurkunde auf den 11. Oktober 1963 datiert war. Anlässlich ihres 50. Todestages hat Birgitte Funk aus Aschaffenburg am 12. Oktober 2013 eine Hommage für die große Künstlerin veranstaltet und die aus Kassel stammende Schauspielerin Christa Platzer mit Band in die Sulzbacher Braunwarthsmühle geholt. Ein Abend, der tief beeindruckte und in die Kategorie "künstlerisch hochklassig und emotional berührend" eingestuft werden darf.

"Non, je ne regrette rien" - ein Abend der großen Gefühle

"Non, je ne regrette rien", so der lautet der Programmtitel mit einer hinreißenden Christa Platzer und sensibel agierenden Musikern. Der Abend in Sulzbach am Main war mehr als eine Hommage an Edith Piaf, es war ein Erlebnis, das zu Tränen rührte. Es wurde eine Show präsentiert, die sich nicht nur auf hohem künstlerischem Niveau bewegte, sondern auch emotional berührte. "Ich war bezaubert", hatte Veranstalterin Birgitte Funk über ihre erste Begegnung mit der der Sängerin und Schauspielerin Christa Platzer gesagt. In der Tat, ihr gelang es, das von vielen Tiefschlägen und von gesundheitlichen Problemen sowie von Alkohol- und Dogensucht behaftete Leben der Piaf nachzuzeichnen und das Publikum intensiv daran teilhaben zu lassen. Es war ein Abend der tiefen Gefühle, bei dem die Protagonistin die wichtigsten Stationen im Leben der berühmten Sängerin in einer Lesung beleuchtete und mit unvergessenen Liedern umrahmte. Christa Platzer sang nicht nur die Chansons der Piaf, sie wurde zur Piaf. Mit ihrer hervorragenden Stimme traf sie im wahrsten Sinne genau den Ton, den der "Spatz von Paris" so berühmt gemacht hatte, das schnurrende "R" inbegriffen.

Bürgersaal in ein Cabaret verwandelt

Wer Christa Platzer während ihres Auftritts genau beobachtete, konnte miterleben, wie subtil sie den körperlichen Verfall der Piaf nachzeichnete. Zunächst mit straffer Körperhaltung und auf die Hüften gelegten Hände agierend wurde ihr Gang zusehends gebeugter, mit zur Faust verkrampften Händen und leidendem Blick. Den eher nüchtern und technisch wirkenden Bürgersaal verwandelte sie durch ihre starke Präsenz in ein Cabaret. Das Publikum fing bereits nach dem ersten Lied, "La vie en rose" Feuer und flankierte den Applaus mit "Wow"-Rufen und Beifallspfiffen. Bei "Milord", "Non, je ne regrette rien" und "Padam, padam" hielt es viele nicht mehr auf den Stühlen. Zum Schluss des Programms gab es stehende Ovationen und minutenlangen Beifall.

Hochkarätige Musiker

Zwar war Christa Platzer unbestritten der Star des Abends, aber erst durch ihre Combo, die den instrumentalen Hintergrund lieferte, wurde der künstlerische Genuss vervollkommnet. Hervorragende Musiker an Piano, Kontrabass, Percussion und Akkordeon gestalteten gemeinsam mit Christa Platzer eine zweistündige Vorstellung, die bei den Zuschauern noch lange im Gedächtnis haften bleibt. "Toll, einfach sagenhaft, ein sehr schöner Abend…", solche und ähnliche Kommentare waren beim Verlassen des Saals zu hören.

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