Pressestimmen

08.03.2011 – HNA

Chansons voller Leidenschaft

Christa Platzer sang Edith Piaf und ließ den Spatz von Paris im Scala auferstehen

FRITZLAR. Die Zuhörer erlebten am Samstag im Scala mehr als einen hörenswerten Liederabend. Christa Platzer, eine gestandene Sängerin, gestaltete mit ihrer vierköpfigen Band eine Hommage an die französische Chanson-Königin Edith Piaf. Zwei vergnügliche Stunden lebten die Chansons des Spatz von Paris im Fritzlaer Varieté auf. Den Rahmen bildeten Erzählungen und Anekdoten aus dem turbulenten Leben des Weltstars. Fast zwanzig Chansons standen im Mittelpunkt. Immer wenn Christa Platzer ganz in Schwarz an das Mikrofon trat, schlüpfte sie, sparsam in Mimik und Gestik, in die Rolle der Pariser Chansonnette. Dann sang sie Balladen, die das Leben der Piaf widerspiegelten. Und sie sang mit Leidenschaft und Energie, voller Gefühl und Sensibilität. Das Konzert prägte Christa Platzer mit ihrem ausdrucksvollen Gesang. Gleich mit dem ersten Lied "La vie en rose", das Leben in rosa, erzählte sie von Gefühlen einer verliebten, glücklichen Frau und deutete auf die Sehnsucht Piafs nach Glück und Liebe hin. In der Biografie im Jahr 1949 angekommen, war zu hören, dass das Flugzeug, in dem der Liebste saß, zerschellte. Eine Katastrophe brach über die Piaf herein. In Christa Platzers Dramaturgie passe "Mon Dieu", ein Lied aus dem Jahre 1960. Sie sang über den schier unmenschlichen Schmerz, zunächst zärtliche und innig nur mit Klavierbegleitung und dann voller Eindringlichkeit und untermalt von der Band. Währen einer Tournee in den USA traf Piaf auch Marlene Dietrich. Die soll ihr auch geraten haben, Lieder in englischer Sprache zu singen. Das französische Original "Les amants d un jour" wurde zu "Lovers for a day". Mit dem Bekenntnis "Non, je ne regrette rien", nein ich bereue nichts , endete das Konzert und ein bewegendes Portrait der franzsösischen Sängerin.

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