Pressestimmen

19.06.2006 – Heuberger Bote

Salonorchester verzaubert mit Liedern der Legende

SPAICHINGEN - Am Samstagabend hat der Kulturarbeitskreises der Stadt das Salonorchester Weimar mit dessen preisgekrönten "Rühmann Revue" in der Stadthalle präsentiert. Die nostalgische und spritzige Bühnenshow zog die Besucher mit berühmten Schlagern Rühmanns in ihren Bann. Den Gästen bot das Septett ein unvergessliches Erlebnis.

Mit einem Paukenschlag geht es los. Sechs Herren in Frack mit Kummerbund und eine Dame im atemberaubenden Abendkleid mit Federboa erscheinen auf der Bühne. Eine Kolhestiftzeichnung der Schauspiel-Legende blickt auf die Musiker und das Publikum.
Mit hohem musikalischen Niveau interpretierten die sechs Musiker um Boris Raderschatt Schlager aus der goldenen Tonfilmära und brachten ihre frechen Texte dem amüsiert lauschenden Spaichinger Publikum nahe. Den besonderen Reiz der Rühmann-Revue machten Charme und Witz des Hauptakteurs aus und das Auftreten des Ensembles, das sich auch mal gerne selbst auf den Arm nahm: "Was Guildo Horn kann, können wir schon lange." In bester Stimmung zeigten sich die sieben Solisten als "Retter des Grand Prix" und mischten humorvolle Kommentare in ihr Programm. Allen voran Boris Raderschatt. Wie ein gewitzter Conférencier führte er durchs Programm, schäkerte hier und da mit den Besuchern und bewies bei allen Liedern sprühendes Bühnentemperament.
Da das Publikum eher aus älteren Menschen bestand, waren die Texte und Melodien wohl geläufig. Aufforderungen zum Mitsingen waren unnötig. Textsicher sangen die Besucher Lieder wie "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" mit. Dazwischen gab es immer wieder köstliche Showeinlagen mit der ersten Geigerin des Ensembles, Kristin Decken, die zwischendurch als "Die flotte Therese aus Blankenese" über die Bühne hüpfte.
Das Publikum amüsiert sich
Boris Raderschatt machte auch Parallelen zwischen Ex-Kanzler Gerhard Schröder und Heinz Rühmann aus: "Beide haben mindestens drei Ehen hinter sich". Gleich darauf schmachtete er-mit dem gebotenen Schmelz in der Stimme und dem markant rollenden "R" eine Dame in der ersten Reihe an. "Du bist nicht die Erste - meine Letzte könntest Du sein". Das Publikum amüsierte sich prächtig. "Die drei von der Tankstelle" eroberten die Herzen der Zuschauer im Sturm, die nicht mit Applaus geizten .
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Pianist Clemens Rynkowski als Frank Sinatra. Bis zur letzten Seifenblase erklangen die letzten Töne des Xylophons-von dem bekannten Kinderlied "Lalelu". Die Gäste zeigten sich jedoch überhaupt nicht müde. Die Musiker, die sich während des Studiums kennen gelernt haben, spielten hervorragend zusammen. Die alten Schlager klangen frisch und es machte Spaß, diese Show zu erleben.}
Klaus Wegener (rechts) zog mit Saxophon und Klarinette das Publikum in den Bann. Und die Legende scheint zuzuschauen.

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